// der pfad · von einem use case zur agentic layer

Ein Use Case. Dann zwei. Dann das ganze Unternehmen.

KI-Einführung beginnt nicht mit einer Strategie für die ganze Firma. Sie beginnt mit einem konkreten Problem, das ein Agent heute schon besser löst — und einem Wissen, das danach für alle weiteren Use Cases bereitsteht. Das ist der Weg, den wir mit unseren Kunden gehen.

Stufe 1 · ein Agent, ein Use Case Stufe 2 · Wissen wird wiederverwendbar Stufe 3 · Agentic Layer für das Unternehmen Querschnitt · Security & Compliance
// der pfad in einem bild

Jede Stufe baut auf der vorherigen.

Der erste Use Case liefert nicht nur eine Lösung. Er erzeugt einen strukturierten Wissensbestand, den jeder weitere Use Case nutzt — und der mit jeder Iteration wertvoller wird.

stufe · 01

Ein konkreter Use Case — der erste produktive Loop.

Wir starten nicht mit Folien, sondern mit einem Schmerzpunkt, den ihr wirklich habt. Beispiel: ein wiederkehrender Incident, der euer Team nachts aus dem Bett holt. Ein Agent bekommt geregelten Zugriff auf die Quellen, die ein Mensch in dieser Situation auch nutzen würde — Ticket-Historie, Source-Code, Logs, Runbooks.

Daraus entsteht ein Lösungsvorschlag mit Kontext. Der Mensch reviewt und entscheidet. Jede Entscheidung — Annahme oder Ablehnung — fließt zurück in das Wissen, das alle weiteren Use Cases tragen.

// was der agent bekommt

Zugriff auf das, was der Mensch auch nutzt

  • Tickets Vergangene Vorfälle und ihre Lösungen — als Kontext, was schon mal funktioniert hat.
  • Source Code Die relevanten Repositories — um Veränderungen mit dem aktuellen Verhalten korrelieren zu können.
  • Logs Aktuelle System-Logs zum Zeitpunkt des Vorfalls — um Symptome zu lokalisieren.
  • Doku Architektur-Dokumente, Runbooks und Verantwortlichkeiten — um den richtigen Ansprechpartner zu kennen.
Geregelt & nachvollziehbar. Jeder Zugriff ist auditierbar, jede Quelle bleibt im Unternehmen.
// was zurück kommt

Ein Lösungsvorschlag — kein blackbox-Befehl.

  • Vorschlag Konkreter, umsetzbarer Vorschlag — nicht „irgendwas ist kaputt", sondern „so würde ich es lösen".
  • Begründung Welche Quellen wurden genutzt, welche Indizien sprechen dafür, welche Alternativen wurden verworfen.
  • Muster Hinweis, wenn ein wiederkehrendes Problem erkennbar ist — damit die Ursache, nicht nur das Symptom, adressiert werden kann.
  • Mensch entscheidet Annehmen, ablehnen, anpassen. Die Entscheidung wird Teil des Wissens für den nächsten Vorfall.
Time-to-Value. Nach 4–8 Wochen läuft die erste Loop produktiv. Erste Stunden werden zurückgewonnen.
stufe · 02

Das Wissen wandert — neuer Use Case, gleicher Boden.

Während Stufe 1 produktiv läuft, ist nebenbei etwas Wertvolles entstanden: ein strukturiertes Bild eures Unternehmens. Welche Systeme sprechen miteinander, wer ist für was zuständig, welche Lösungsmuster funktionieren — Wissen, das neue Mitarbeiter:innen sonst monatelang aus Kaffeegesprächen extrahieren müssen.

Der nächste Use Case greift darauf zu, statt bei Null zu starten. Onboarding ist ein typisches Beispiel: ein Agent, der neuen Kolleg:innen Kontext und Code erklärt, Ansprechpartner:innen nennt und sie an einer echten ersten Aufgabe Schritt für Schritt anleitet.

// wissen aus stufe 1

Was schon da ist

Das gesammelte Wissen ist beim Start des nächsten Use Case nicht leer. Jeder Vorfall, jede Entscheidung, jede gelöste Frage hat es gefüllt.

  • Bild der Systemlandschaft
  • Lösungsmuster aus echten Vorfällen
  • Verantwortlichkeiten & Zuständigkeiten
  • Architektur-Entscheidungen mit Begründung
// neuer use case

Was Onboarding daraus macht

Eine geführte Erkundung statt einer Kaffee-Tour. Produktiv ab Tag 3, nicht ab Monat 3.

  • Erste Aufgabe: ein echtes, kleines Ticket
  • Agent erklärt Kontext und nennt Ansprechpersonen
  • Geführte Einarbeitung mit Quellen statt aus dem Bauch
  • Onboarding-Fragen werden Teil des Wissens
stufe · 03

Eine Plattform, auf der Neues schnell entsteht.

Spätestens jetzt zeigt sich, was Stufe 1 und 2 wirklich aufgebaut haben: nicht zwei isolierte Lösungen, sondern ein Fundament. Andere Abteilungen bekommen eigene Agenten — Sales liest CRM-Verläufe, Marketing analysiert Kampagnen, Datenschutz prüft Verarbeitungen, Finance reconciliiert Buchungen.

Alle auf demselben Fundament. Jeder neue Agent muss euer Unternehmen nicht nochmal von vorn lernen — er erweitert das Vorhandene um sein Domänenwissen. Der zweite Use Case kostet weniger als der erste. Der zehnte fast nichts.

// agentic layer · use cases pro abteilung
Engineering incidents · onboarding · code-review
Sales crm-summary · briefing · follow-up
Marketing kampagnen-analyse · content · reporting
Datenschutz verarbeitungs-review · doi-checks · audit-prep
Finance reconciliation · invoice-routing · forecast
HR recruiting-screen · onboarding-plan · policies
Legal vertrags-review · template-pflege
Operations supplier-monitoring · sla-tracking
KG
Geteiltes Fundament. Jede Abteilung erweitert es, jede Abteilung profitiert. Der zweite Use Case kostet weniger als der erste — der zehnte fast nichts.
// querschnitt · über alle stufen

Ein Wächter, der nicht schläft.

Parallel zu jedem Use Case läuft ein Security- & Compliance-Agent. Er prüft kontinuierlich, ob das Unternehmen seinen eigenen Standards noch entspricht — sucht nach Lücken, ungewöhnlichen Mustern und regulatorischer Drift. Findet er etwas, landet es als priorisiertes Ticket beim Menschen.

 kontinuierlich · always-on
Logs

Anomalien, ungewöhnliche Zugriffsmuster, verdächtige Aktivitäten.

Code

Bekannte Schwachstellen, veraltete Komponenten, fehlende Härtungen.

Dokumentation

Drift zwischen Policy und Realität, fehlende Reviews, ablaufende Fristen.

Reporting

Priorisierte Liste an den Menschen, mit Kontext und Handlungsempfehlung.

// der erste schritt

Welche Stufe ist deine?

Wir starten meistens mit einer Stunde, in der du beschreibst, wo es heute hängt — und wir gemeinsam einschätzen, ob Stufe 1 reicht oder ob du gleich auf Stufe 3 zielen solltest.